MERT KOMPRESÖR
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Wiederkehrende Prüfung von Druckluftbehältern und der Prüfbericht

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Der Druckluftbehälter ist eines der leisesten Risiken in Ihrem Betrieb. Er arbeitet jahrelang tadellos — bis die innere Korrosion die Wandstärke unter die kritische Grenze gedrückt hat.

Druckbehälter bilden wegen der in ihnen gespeicherten Energie eine eigene Kategorie unter den Arbeitsmitteln. Das Bersten eines Druckluftbehälters kann schwere Verletzungen und Gebäudeschäden verursachen. Die wiederkehrende Prüfung ist deshalb nicht nur gute Wartungspraxis, sondern eine gesetzliche Pflicht.

Die rechtliche Grundlage

In der Türkei regelt die Verordnung über Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen bei der Verwendung von Arbeitsmitteln die wiederkehrende Prüfung; Druckbehälter werden in ihrem Anhang gesondert behandelt.

Zusammengefasst:

  • Druckbehälter müssen wiederkehrend geprüft werden.
  • Die Prüfung erfolgt durch befugte, entsprechend geschulte Personen.
  • Das Ergebnis wird dokumentiert und aufbewahrt.
  • Der Bericht wird bei Arbeitsschutzkontrollen und Unfalluntersuchungen verlangt.

Das Prüfintervall richtet sich nach der Herstellervorgabe; fehlt eine solche, gelten die allgemeinen Fristen der Verordnung. Die Gefährdungsbeurteilung Ihres Standorts kann kürzere Intervalle erfordern.

Warum das nötig ist: unsichtbarer Verschleiß

Ein Druckluftbehälter kann von außen völlig intakt aussehen und innen fortgeschrittene Korrosion tragen. Die Ursache ist das Kondensat des Kompressors. Am Behälterboden stehendes Wasser hält auf der Stahloberfläche einen ständigen Korrosionsprozess in Gang.

Dieser Prozess dünnt die Wand langsam aus. Wenn der Behälter seinen Auslegungsdruck nicht mehr tragen kann, zeigt er nach außen keinerlei Anzeichen.

Die wirksamste Vorbeugung ist simpel: das Kondensat regelmäßig ablassen. Bei Behältern ohne automatisches Ablassventil geschieht das von Hand — und wird häufig vergessen.

Was geprüft wird

Eine wiederkehrende Prüfung umfasst typischerweise:

  1. Unterlagenprüfung. Herstellerzertifikat, CE-Erklärung, Auslegungsdruck und Volumen.
  2. Äußere Sichtprüfung. Verformungen, Risse, Schlagstellen, Zustand der Schweißnähte.
  3. Innere Prüfung. Öffnen des Deckels, Kontrolle von Korrosion und Ablagerungen.
  4. Wandstärkenmessung. Ultraschallmessung der verbleibenden Stahlstärke an Mantel und Boden.
  5. Prüfung der Sicherheitseinrichtungen. Ansprechdruck und Funktion des Sicherheitsventils, Genauigkeit des Manometers.
  6. Hydrostatische Prüfung. Bei Bedarf wird der Behälter mit Wasser gefüllt und über dem Auslegungsdruck geprüft.

Die hydrostatische Prüfung erfolgt mit Wasser, weil Wasser inkompressibel ist; anders als bei einer Luftprüfung wird bei einem Riss keine Explosionsenergie frei.

Das Sicherheitsventil: das kritischste Bauteil

Das Sicherheitsventil ist die letzte Verteidigungslinie des Behälters. Zu prüfen:

  • Ob der Ansprechdruck zum Auslegungsdruck des Behälters passt
  • Ob das Ventil frei beweglich und nicht festgesetzt ist
  • Ob sein Austritt nicht verschlossen oder umgeleitet wurde

Gelegentlich finden sich im Feld Behälter, deren Sicherheitsventil verschlossen wurde, „weil es dauernd abbläst”. Das setzt den Behälter unmittelbar dem Berstrisiko aus — ein Ventil wird nicht verschlossen, sein Defekt wird behoben.

Der Bericht

Der befugte Prüfer erstellt einen Bericht mit Befunden und Messwerten. Der von der Kammer der Maschinenbauingenieure gestempelte Bericht ist das bei Kontrollen allgemein anerkannte Dokument. Er sollte enthalten:

  • Identifikationsdaten des Behälters (Seriennummer, Volumen, Auslegungsdruck, Baujahr)
  • Angewandte Prüf- und Messverfahren
  • Messergebnisse, insbesondere die Wandstärkenwerte
  • Konformitätsbewertung und etwaige Korrekturmaßnahmen
  • Den nächsten Prüftermin

Bewahren Sie den Bericht über die gesamte Nutzungsdauer auf. Der Vergleich der Wandstärken aufeinanderfolgender Berichte zeigt die Korrosionsgeschwindigkeit — und sagt im Voraus, wann der Behälter ersetzt werden muss.

Praktische Empfehlungen

  • Automatisieren Sie die Kondensatableitung; sie ist die billigste und wirksamste Vorbeugung.
  • Halten Sie das Typenschild lesbar; ein abgeriebenes Schild erschwert die Prüfung.
  • Tragen Sie den Prüftermin in Ihren Wartungskalender ein.
  • Zwängen Sie den Behälter nicht in eine unbelüftete Nische; die Prüfung braucht Zugang.

Wir verkaufen Druckluftbehälter und erstellen Behälterprüfberichte mit Stempel der Kammer der Maschinenbauingenieure. Wenn die Prüfung Ihres Behälters ansteht, sprechen Sie uns an.

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